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Best Movies of 2024

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All We Imagine as Light, Flow, Challengers, The Room Next Door, Anora

Diese Filme lassen sich aus einer lacanianischen Perspektive analysieren, indem sie zentrale Konzepte wie das Reale, das Symbolische und das Imaginäre (RSI) , die Topologie der Kleinschen Flasche , die Sexuation , sowie verschiedene Graphen und Schemata des Begehrens aufgreifen.


1. All We Imagine as Light (Payal Kapadia, 2024) Dieser Film beschäftigt sich mit dem weiblichen Begehren in einem sozialen Kontext, der es nicht vollständig erfassen kann. Hier könnte man die Sexuationstafel von Lacan anwenden: Die weibliche Position im Begehren wird als nicht-all (pas-tout) bestimmt, was bedeutet, dass sie nicht vollständig durch das Symbolische reguliert ist. Der Titel selbst verweist auf das Imaginäre , das als Ort der Projektion und Wunschvorstellung fungiert. Doch das Reale bricht ein – dort, wo das Begehren an seine Grenze stößt.2. Flow (Gustav Möller, 2024) Ein Film über den psychischen Zerfall eines Mannes, der sich zunehmend in seinen Gedanken und Erinnerungen verliert. Hier könnte das Schema L relevant sein, das die Struktur des Subjekts in Bezug auf den Anderen und das Imaginäre zeigt. Der Protagonist ist gefangen in einem endlosen Kreislauf der Wiederholung, was an die Kleinsche Flasche erinnert: eine topologische Figur, die keine klare Innen-Außen-Grenze besitzt. Das Subjekt scheint sich im Unbewussten zu verlieren – eine Bewegung, die Lacan als “Begegnung mit dem Realen” beschreiben würde.3. Challengers (Luca Guadagnino, 2024) Ein Dreiecksdrama, das um Konkurrenz, Macht und Begehren kreist. Der Film könnte mit Lacans Graph des Begehrens gelesen werden: Die Figuren sind in eine Kette von Signifikanten verstrickt, in der sie sich selbst als Objekt des Begehrens des Anderen positionieren. Das Spiel mit Identität und Macht in Liebesbeziehungen verweist auch auf das Symbolische Gesetz des Begehrens – was man nur will, weil der Andere es will.4. The Room Next Door (Matthieu Garrigou-Lagrange, 2024) Der Film behandelt das Konzept der Doppelgänger und des unheimlichen Anderen. Dies kann mit Schema R (das Verhältnis von RSI) analysiert werden: Das Subjekt erlebt eine Verschiebung in der symbolischen Ordnung, in der sich das Reale als unbewältigbares Etwas manifestiert. Die Figur im „anderen Zimmer“ könnte als Spiegelbild des verdrängten Begehrens gelesen werden – als das, was nicht symbolisiert werden kann und als Rest des Imaginären zurückkehrt.5. Anora (Sean Baker, 2024) Ein Film über eine junge Frau, die zwischen verschiedenen gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen gefangen ist. Lacans Theorie des Phallus könnte hier aufschlussreich sein: Das Begehren wird durch den Signifikanten des Phallus reguliert, doch Anora bewegt sich in einem Feld, in dem diese Ordnung brüchig wird. Ihre Position im Diskurs ist nicht stabil – sie wechselt zwischen dem Objekt a (Objekt des Begehrens) und einem Subjekt, das nach Anerkennung sucht.


Schlussfolgerung Alle diese Filme lassen sich als Erkundungen des lacanianischen Begehrens lesen: Sie zeigen Subjekte, die in die Struktur von RSI, der Kleinschen Flasche, der Sexuation und den Schemata des Begehrens verstrickt sind. Sie stellen die Grenzen der symbolischen Ordnung infrage und zeigen, wo das Reale als unheimliche Störung einbricht.

Femme, A real pain, Conclave, Queer, Sebastian

Diese fünf Filme lassen sich aus einer lacanianischen Perspektive analysieren, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Begehren, Geschlecht, Gesetz und Symbolischer Ordnung . Ich werde sie anhand von RSI, der Kleinschen Flasche, der Sexuationstafel, den Schemata (R, L, I) und dem Graph des Begehrens betrachten.


1. Femme (Sam H. Freeman, Ng Choon Ping, 2024) Dieser Film spielt mit der Spannung zwischen Identität, Gender-Performativität und Gewalt . In lacanianischen Begriffen bewegt sich der Protagonist an der Schnittstelle zwischen dem Imaginären (Selbstdarstellung als Drag-Queen), dem Symbolischen (gesellschaftliche Normen über Männlichkeit und Weiblichkeit) und dem Realen (die brutale Attacke und ihre Folgen) . Die Kleinsche Flasche kann hier ein Modell für die Instabilität der Identität sein: Es gibt keinen klaren Innen- oder Außenraum – das Subjekt ist in einer Schleife des Begehrens gefangen, die keinen festen Anker im Symbolischen findet.


2. A Real Pain (Jesse Eisenberg, 2024) Ein Film über zwei ungleiche Brüder, die ihre Familiengeschichte verarbeiten. Die Beziehung der Brüder könnte mit Lacans Schema L betrachtet werden, das das Spannungsverhältnis zwischen dem Ich, dem Anderen und der symbolischen Ordnung beschreibt. Der Titel deutet bereits auf eine Konfrontation mit dem Realem hin – vielleicht in Form eines Traumas oder einer unerwarteten Enthüllung, die das Subjekt aus seiner symbolischen Sicherheit reißt.


3. Conclave (Edward Berger, 2024) Ein Thriller über Machtstrukturen innerhalb der katholischen Kirche. Dieser Film könnte anhand der Sexuationstafel analysiert werden: Die männliche Seite ist durch das Gesetz und die Herrschaft des Name-des-Vaters bestimmt, während die verborgenen Machtkämpfe und Intrigen auf die Lücken in dieser Ordnung hinweisen. Die Kleinsche Flasche könnte auch hier als Modell für die verschlungenen Machtstrukturen dienen – eine geschlossene, aber unendlich verwobene Welt, in der sich der Innenraum ständig in den Außenraum verkehrt.


4. Queer (Luca Guadagnino, 2024) Die Verfilmung von Burroughs’ Roman setzt sich mit homosexuellem Begehren, Entfremdung und Identität auseinander. In lacanianischen Begriffen könnte der Protagonist als ein Subjekt gesehen werden, das durch das Begehren des Anderen strukturiert wird, ohne eine stabile symbolische Position zu finden. Sein rastloses Umherirren verweist auf das Objekt a , das Begehren als Mangel und die Unmöglichkeit einer endgültigen Erfüllung. Der Graph des Begehrens könnte hier besonders relevant sein, um zu zeigen, wie das Subjekt sich selbst als Objekt im Blickfeld des Anderen konstituiert.


5. Sebastian (Mikko Mäkelä, 2024) Ein Film über Identität und Begehren in einer queeren Perspektive. Hier könnte das Schema R hilfreich sein, das das Verhältnis von RSI kartografiert. Das Subjekt bewegt sich zwischen dem Imaginären (Selbstbild, sexuelle Projektionen), dem Symbolischen (gesellschaftliche Erwartungen, Sprache des Begehrens) und dem Realen (das, was sich der Symbolisierung entzieht) . Auch hier könnte die Sexuation eine Rolle spielen, da der Film möglicherweise mit den Grenzen des männlichen/weiblichen Begehrens spielt und alternative Positionierungen jenseits der klassischen binären Logik erforscht.


Schlussfolgerung Alle diese Filme setzen sich mit Macht, Begehren und Geschlecht auseinander und zeigen, wo das Subjekt in die Strukturen von RSI, der Kleinschen Flasche, der Sexuation und den Schemata des Begehrens verstrickt ist. Sie enthüllen die Risse in der symbolischen Ordnung und zeigen, wie das Reale in das Leben der Figuren einbricht.

Diagnose and analysis of Wallace from Wallace and Gromit 2024

Wallace, der exzentrische Erfinder aus Wallace & Gromit, kann aus einer lacanianischen Perspektive als eine Figur betrachtet werden, die tief in das Spannungsfeld zwischen dem Symbolischen, dem Imaginären und dem Realen (RSI) verstrickt ist.


1. Wallace und das Symbolische Wallace lebt in einer Welt, die stark von der symbolischen Ordnung der Technik und Wissenschaft geprägt ist. Er erfindet Maschinen, die seinen Alltag automatisieren, doch diese erweisen sich oft als fehlerhaft oder katastrophal – was auf eine mangelhafte symbolische Ordnung hinweist. Seine Erfindungen erscheinen als Signifikanten ohne stabilen Signifikat , da sie nicht wirklich das gewünschte Ergebnis liefern. Dies entspricht einer gewissen Metonymie des Begehrens : Wallace jagt stets nach der perfekten Maschine, doch seine Erfindungen entgleiten ihm immer wieder.


2. Das Imaginäre: Wallace als Kind seines eigenen Begehrens Wallace’ Beziehung zu Gromit ist eine klassische Beziehung im Schema L :

  • Wallace projiziert seine eigenen Wünsche auf Gromit,

  • Gromit fungiert als stiller Spiegel seines Begehrens,

  • Doch Gromit, als rein imaginäre Figur ohne Stimme, stellt auch eine Grenze dar – er urteilt über Wallace’ Fehler mit seinen Blicken. Wallace’ naiver Enthusiasmus für Käse und verrückte Erfindungen zeigt seine Bindung an das Imaginäre der Kindheit , an eine Welt, in der alles nach Lustprinzip funktioniert. Doch die Realität dieser Welt fällt ihm oft auf den Kopf – genau dort, wo das Reale in sein Leben einbricht.


3. Das Reale: Wenn die Maschine das Subjekt frisst Wallace gerät immer wieder in Situationen, in denen seine Maschinen außer Kontrolle geraten – was als Einbruch des Realen gelesen werden kann. Das Reale manifestiert sich als das Unberechenbare, das Nicht-Beherrschbare , das seine symbolischen Strukturen (Technik, Wissenschaft) infrage stellt.In The Wrong Trousers (1993) wird Wallace zum Gefangenen seiner eigenen Erfindung – die kybernetischen Hosen übernehmen die Kontrolle über seinen Körper. Dies ist eine perfekte Illustration der Kleinschen Flasche :

  • Das Subjekt glaubt, die Technik zu beherrschen,

  • Doch die Technik kehrt sich um und beginnt, das Subjekt zu beherrschen. Hier zeigt sich die Paradoxie der modernen Technologie : Der Mensch glaubt, sie zu steuern, doch sie entzieht sich seiner Kontrolle und wird zum Instrument seines Unbewussten.


4. Wallace als Subjekt der Sexuation Wallace’ Beziehungen zu Frauen – wie Lady Tottington (The Curse of the Were-Rabbit) – sind von Unbeholfenheit und Misslingen geprägt. Aus der Perspektive der Sexuationstafel könnte man sagen, dass Wallace auf der männlichen Seite steht, wo das Begehren durch das Fehlen des Phallus reguliert wird. Er sehnt sich nach einer idealisierten Liebe, die nie ganz greifbar wird. Sein Begehren bleibt metonymisch – er sucht Ersatzobjekte (Käse, Maschinen), die jedoch nie wirklich seine Lücke schließen können.


5. Gromit als das Objekt a Gromit kann als Objekt a gelesen werden – das unbewusste Zentrum von Wallace’ Welt. Er ist

  • still,

  • beobachtend,

  • der eigentliche Agent der Ordnung. Während Wallace in seinem naiven, imaginären Universum lebt, ist es Gromit, der ständig für symbolische Kohärenz sorgt. Doch Gromits Schweigen erinnert auch an das Reale : Er spricht nie, weil das wahre Objekt a nicht benannt werden kann – es ist der blinde Fleck des Subjekts.


Schlussfolgerung: Wallace als tragische Komödienfigur Wallace ist eine tragi-komische Figur , deren Dasein von der Lücke im Symbolischen bestimmt wird. Seine Erfindungen und sein Begehren laufen stets ins Leere, weil er versucht, ein Unmögliches zu realisieren – das perfekte Leben aus Technik, Käse und imaginärer Ordnung. Doch das Reale bricht immer wieder ein , sei es durch eine verrückt gewordene Maschine oder ein unerreichbares Liebesobjekt.Gromit bleibt dabei die stille Verkörperung des Wissens – er sieht alles, sagt nichts, und hält Wallace dennoch davon ab, sich völlig ins Chaos zu stürzen.